Facebook kennt deine E-Mail Adresse

14 08 2011

Nicht nur, dass Facebook unseren Namen, all unsere Freunde und sogar unser Gesicht kennt, der Platzhirsch unter den sozialen Netzwerken weiß sogar, dass unsere E-Mail Adresse nicht mehr funktioniert. Und das vor den Besitzern selbst. Mehrfach erhielt ich in den vergangenen Wochen den Hinweis „Unser System hat festgestellt, dass <Meine Mailadresse> nicht mehr gültig ist.“ Oh Schreck, was ist nur mit meiner Adresse passiert, seit Jahren habe ich mich daran gewöhnt, meine komplette Korrespondenz wickle ich darüber ab und jetzt ist diese einfach so weg? Nein, keine Bange, selbstverständlich existiert die Mailadresse noch, glücklicherweise ist Facebook doch noch nicht allwissend.

Doch wie kommt Herr Zuckerberg dann auf die Idee, uns mit dieser Meldung zu belästigen? Ohne sich selbst in unseren Mailaccount einzuloggen könnte er das doch kaum prüfen. Gut, einige verwirrte Geister überlassen dem Netzwerk gar ihr Passwort zum eigenen Mailer, damit könnte man natürlich viel Unfug anstellen. Da ich mein Passwort aber definitiv nicht weiter gebe, könnte man bei mir nur die Hilfe eines Hellsehers in Anspruch nehmen. Oder man nutzt fiese Web Bugs .

Betrachtet man den Quelltext der von Facebook massenhaft versendeten E-Mail, findet sich dieser HTML Tag zu einer angeblichen Grafik:
<img src="http://www.facebook.com/email_op=
en_log_pic.php?mid=3D4abaa71G5af38eb2b370G3231ecG1b" style="border:0;width:1px;height:1px;" />

Diese ist sowohl in der Breite als auch in der Höhe einen einzigen Bildpunkt groß. Macht so ein winziges Bild überhaupt Sinn? Für den Empfänger der Mail sicherlich nicht, der soll da nämlich überhaupt nichts sehen. In Wirklichkeit versteckt sich hinter dem Link nämlich gar keine Grafik sondern ein Skript, welches mindestens erkennt, dass die E-Mail gelesen wurde. Zumindest wenn man das automatische Nachladen von externen Bildern in seinem Mail-Reader aktiviert hat.

Genau aus dem Grund, dass man mit diesen Web Bugs hervorragend ausspioniert werden kann bieten viele Mail-Reader die Option, externe Grafiken nicht zu laden. Somit hat der Versender keine Information darüber, ob seine E-Mail wirklich gelesen wurde. Der logische Schluss ist also, dass Facebook am Nichtladen seiner Statistiken in den Mails schließt, dass die Mails gar nicht erst ankommen. Auf die Idee, man könnte absichtlich solche Schnüffeleien unterdrücken kommt man dort nicht. Schließlich geben die Mitglieder dieses Netzwerkes doch auch sonst bereitwillig sämtliche Informationen, und seien diese noch so privat, in die firmeneigene Datenbank ein. Da hilft es auch nicht, wenn der User seine Mailadresse innerhalb von wenigen Wochen schon häufiger bestätigt hat, was einen ja auf die Idee bringen könnte, dass die Unterstellung mit der ungültigen Adresse unberechtigt sei. Nein, der nächste Hinweis kommt bestimmt. „Klar denkende Menschen haben festgestellt, dass die Datensammelwut von Facebook höchst bedenklich ist.“

Advertisements

Aktionen

Information

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




%d Bloggern gefällt das: