Mein neues Tanganjika Aquarium

4 04 2010

Nach deutlich über einem Jahrzehnt Laufzeit hatte mein Tanganjika Aquarium eine Auffrischungskur dringend nötig. Hauptsächlich der vielen Algen wegen, derer es einfach nicht mehr möglich war Herr zu werden.

Ausgangspunkt ist das Juwel Eckpanorama Aquarium mit einem Meter Seitenlänge. Zuerst kamen alle Steine und Pflanzen raus. Das Gestein belegte zwei große Kisten, ich dachte zwischenzeitlich schon, das würde überhaupt kein Ende mehr nehmen. Erstaunlich, was in so ein Aquarium alles rein passt. Nachdem die Versteckmöglichkeiten genommen waren, konnten die Bewohner in ihre kleine Übergangsbehausung umgesiedelt werden. Nun noch das Wasser abgelassen und den Sand in eine große Wanne geschippt – die eigentliche Arbeit sollte damit erst anfangen.

Die Algen hatten sich nämlich fest an die Scheiben geheftet, einen geschlagenen Tag verbrachte ich alleine mit dem Abschaben. Leider haben die Juwel-Aquarien einen Innenfilter fest verbaut. Diese Dinger finde ich nicht besonders effektiv, außerdem verbrauchen sie viel Platz in dem ohnehin nicht allzu großen Glasbehälter. Also ein Teppichmesser gezückt und raus mit dem Kasten. Mit viel Fummelei konnte ich die Verklebung lösen und diese auch ohne sichtbare Rückstände von den Scheiben entfernen.

Jetzt ging es wieder ans Einrichten. Da mir die Steine nicht den Boden zerkratzen sollten, schnitt ich eine Styropor-Platte zurecht, die den Boden schützt. Darauf eine dünne Schicht des 25 Kilo Sacks heller Aquariensand aus dem Baumarkt. Zu viel sollte es davon noch nicht sein, denn ich wollte erst noch die Steine platzieren, damit spätere Buddeleien der Einwohner keine Gerölllawinen verursachen können. Neben einigen der alten Steine, die das Fundament bildeten, setzte ich noch 25 Kilo weißes Lochgestein ein. Die alten Steine lagen zuvor in meinem Garnelen-Aquarium zur Reinigung von den Algen, was die Tiere auch geflissentlich taten. Trotzdem sind diese nicht mehr so schön anzuschauen, weshalb ich sie für das Auge unsichtbar platzierte.

Für die Wasserreinigung sorgt ein neuer Eheim Professionel 3 Außenfilter. Und ich kann jetzt schon sagen, ich bin begeistert von dem Gerät. Nicht nur, dass man das Wasser nicht mehr selbst ansaugen muss, ein paar kurze Stöße auf den dafür vorgesehen Knopf lassen das Wasser sprudeln. Was ich besonders wichtig finde, man hört den Filter wirklich nur laufen, wenn man mit dem Ohr ganz nah am Gehäuse sitzt. Kein Vergleich zum nervraubend-lärmenden JBL Filter an meinem Pflanzen-Aqarium. Ich denke diesen sollte ich demnächst auch allmählich austauschen.

Zur stimmigen Beleuchtung habe ich die zwar noch funktionierenden, aber in die Jahre gekommenen Leuchtröhren durch zwei Trocal de Luxe African Lake Lampen mit 30 Watt ersetzt. Davon soll im Betrieb nur eine Röhre brennen, damit es nicht zu hell wird. Die zweite Lampe ist eher für den K-Fall gedacht, quasi eine Cluster-Lösung. Sobald ich eine solche finde, möchte ich noch eine schwarze Folie an die Hinterscheibe kleben. Auf eine Rückwand habe ich extra verzichtet, um nicht noch mehr Schwimmraum zu nehmen.

Das war es fast schon. Ein paar Pflanzen noch. Zwar glaube ich nicht, dass diese lange aushalten werden, weil das Aquarium ja noch überhaupt nicht eingefahren ist, aber ich hole von dem Grünzeug zweiwöchentlich einen Eimer voll aus dem Pflanzen-Aquarium, um den Einwohnern noch Platz zum Schwimmen bieten zu können. Bevor ich es weg werfe kann man sich damit ja schon mal einen Eindruck verschaffen. Viele Pflanzen sollen es hier nicht werden, das Aquarium ist ganz klar auf Felslandschaft ausgelegt.

Sechs Wochen möchte ich dem Wasser und Filter nun Zeit geben, bevor die Neolamprologus brichardi und Julidochromis marlieri wieder zurück in ihr neues, altes Zuhause dürfen.

Abschließend noch ein paar Fotos vom aktuellen Zustand:





Mein neues Aquarium: Die Bewohner

28 06 2008

Ein paar Eindrücke der neuen Bewohner, die sich inzwischen im Aquarium tummeln. Vor zwei Wochen schon durften zehn Caridina japonica, eher unter dem Namen Amanogarnele bekannt, die ersten Anzeichen einer Algenplage bekämpfen. Diese Garnelen hatte ich früher schon in meinem Aquarium und finde die so interessant zu beobachten, dass ich unbedingt wieder welche haben wollte. Zu Fotografieren sind diese durchsichtigen Tierchen eher schwierig, wie man an meinen Missglückten Schnappschüssen erkennen kann.

Frisch eingetroffen sind vier goldene Honiggurami, eine Unterart der Colisa chuna. Diese Art wurde mir vom Fischhändler als Schwarmfisch verkauft, mit den Worten „nehmen sie doch gleich zehn, dann gibt es einen Schwarm-Rabatt“. Ein Glück bin ich nicht darauf eingegangen, meine vier Kappeln sich schon von Zeit zu Zeit. Nicht auszudenken, wenn die sich ständig über den Weg laufen würden.

Als friedlichen Gesellen haben außerdem noch sechs Filigran-Regenbogenfische Einzug gehalten. Diese quasi als Versuchsexemplare. Sollten sich diese wohlfühlen, werde ich später wohl noch etwas Zuwachs einsetzen. Problem ist ihr äußerst kleines Maul, mit dem sie kein normales Futter aufnehmen können. Ich füttere zerriebenes Flockenfutter, Yady Energy Cyclops sowie frisch geschlüpfte Artemia, die besonders gerne verspeist werden.







Mein neues Aquarium: Ein paar Bilder

14 06 2008

Die Pflanzen sind nun schon ein paar Tage im Aquarium, leichten Wachstum meine ich bei den meisten auch schon zu erkennen. Damit das noch besser wird habe ich mir nach diesem Prinzip eine Bio CO2 Anlage zusammengebaut. Der Ausströmer ist ganz links zu erkennen, ist bisher noch nicht gut versteckt. Möchte das auch irgendwie unter das Holz bringen, nur ist dafür mein Schlauch etwas zu kurz. Werde ich wohl noch aufrüsten müssen.

Meinem JBL Filter habe ich als Filtermaterial Zeolith gegönnt, von dem man sich ja wahre Wunder verspricht. Mal schauen, was die Wasserwerte die nächste Zeit darüber so aussagen. So lange ich noch keine Fische eingesetzt habe kann ich ja noch experimentieren.

Da ich heute eine Digitalkamera ausgeliehen hatte, konnte ich auch endlich ein paar Fotos schießen. Bin zwar kein Starfotograf, aber für ein paar Eindrücke sollte es doch reichen.






Mein neues Aquarium: Wasserpflanzen

25 05 2008

Das Wasser in meinem Aquarium ist inzwischen knapp 6 Wochen alt, Zeit also etwas Leben in die Bude zu bringen. Dies vorerst nur pflanzlicher Art. Nach längerer Suche entdeckte ich bei AquaPlantZiegenhagen ein Angebot für eine Unterwasserlandschaft für ein 100 cm Aquarium. Passt doch genau, beinhaltet waren sowohl Hinter-, Mittel- als auch Vordergrundpflanzen. Gleich bestellt und drei Tage später auch erhalten. Im Großen und Ganzen zumindest, die zusätzlich bestellten Moosbälle fand ich in dem Paket leider nicht, hier erwarte ich noch eine Reaktion des Verkäufers. Die Antwort erreichte mich heute, am Sonntag(!) Abend nur wenige Stunden nach meiner Anfrage. Die Moosbälle erhalte ich kostenfrei nachgeliefert.

Enthalten in dem Sortiment waren ein bis mehrere Bunde bzw. auch ein paar Töpfe folgender Pflanzen:

Relativ viele Arten für so ein Aquarium, ich rechne auch mit gewissem Ausschuss. Jetzt möchte ich die Pflanzen so erst ein paar Wochen gut anwachsen lassen und sehen wie sie gedeihen. Die Tage soll zur Unterstützung noch eine Bio-CO2 Anlage hinzu kommen.

An der Seite habe ich noch zwei größere und drei etwas kleinere Mangrovenwurzeln aufgetürmt um die Technik dahinter etwas zu verstecken und gleichzeitig einen Unterschlupf für die Fische zu bieten. Aufgebunden etwas Vesicularia dubyana (Javamoos), in der Hoffnung dass dieses dort gut anwächst und somit eine dichte grüne Höhle bildet.





Mein neues Aquarium

12 04 2008

Die Überschrift führt etwas in die Irre. Ein paar Jahre habe ich dieses Aquarium hier schon stehen, richtig in Schwung kam es wegen ziemlichem Pech mit meinen Filtern nie. Erst versuchte ich es mit einem Bio-Innenfilter, der aber extrem umständlich zu warten war – und genau das verlangte er alle paar Tage, weil er ständig verstopfte.

Nach langem Ärger damit legte ich mir schlussendlich einen externen JBL Cristal Profi 250 Filter zu. Womit ich mir das nächste Problem ins Haus holte. Dieser Filter war so dermaßen laut, dass man nach kurzer Zeit schon Kopfschmerzen bekam, ich ihn irgendwann direkt abschaltete wenn ich nach Hause kam. Keine gute Lösung, solche Pausen mögen die für die Wasserreinigung so wichtigen Bakterien überhaupt nicht. Im Zoohandel drehte man mir erst eine neue Dichtung an, brachte natürlich gar nichts. Mehrere Monate später bekam ich einen komplett neuen Deckel. Damit ist es besser geworden, wenn auch nicht wirklich gut. Ich höre den Filter trotz geschlossenen Unterschranks immer noch deutlich. Trotzdem kamen die blauen Antennenwelse, die einzigen Bewohner, in eine 60 Liter Behelfsbehausung und ich räumte das Aquarium komplett aus.

Der leere Glasbehälter hat die Maße 100 cm Länge / 40 cm Tiefe / 50 cm Höhe, was ein Volumen von insgesamt 200 cm³ macht. Auf den nackten Glasboden kam dann erst ein Dennerle ThermoTronic Bodenfluter, der verspricht den Bodengrund zu einem großen Biofilter zu machen. Darauf einen 10 kg Eimer Dennerle DeponitMix Professional und als Abschluss den gründlich gereinigten Aquarienkies mit einer Höhe von grob 5 cm. Ins richtige Licht gesetzt wird das ganze von drei neuen Sera Daylight Brilliant Leuchtstoffröhren mit jeweils 30 Watt, was mehr als 0,5 Watt pro Liter bedeutet. Geschaltet ist das Licht über eine digitale Zeitschaltuhr von 9 – 21 Uhr nach Winterzeit, jetzt im Sommer also eine Stunde nach hinten versetzt.